Wer wünscht sich nicht frisches BIO Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.
Immer mehr ökologisch denkende Menschen, gestalten sich deshalb einen Bio Garten. Wer aber denkt, bei einem solchen handelt es sich um ein verwildertes Grundstück, das wenig Arbeit verlangt, der irrt. Gerade Bio Gärten verlangen einer genauen Planung und Pflege. Bio Gärtner wenden nur Mittel und Methoden an, die Biologisch abbaubar sind. Diese Methoden hinterlassen keine chemischen Rückstände und beruhen auf einer Erhaltung des natürlichen Gleichgewichtes in der Natur.
Bei der Gestaltung eines Bio-Gartens achtet man besonders auf die Auswahl der Pflanzen.
Hecken aus einheimischen Gehölzen (Hainbuche, Eibe, Kornelkirsche, Liguster), sind zum Beispiel für unsere Vogelwelt wesentlich besser als Hecken aus nicht heimischen Nadelgehölzen, wie Thuja oder Lebensbaum. Hecken aus einheimischen Pflanzen, bieten den Vögeln nicht nur Platz zum Brüten, sondern auch Nahrung in Form von Früchten und Samen an. Auch Trockenmauern oder eine Benjes-Hecke haben für Tiere viel zu bieten. Eine Benjes Hecke besteht aus, zwischen einem Gestell aufgeschichtetem, Holz, Ästen, Reisig und anderen organischen Material. Hier findet die Tierwelt Unterschlupf und Nahrung.
Schafft man in seinem Bio Garten, Platz für Vögel und Insekten, hat man gleich Helfer, die einem die Schadinsekten kurz halten. Der Bio Gärtner stellt darum Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse bereit. Auch Insekten benötigen einen Unterschlupf. In den aufgeräumten Gärten der meisten Kleingartenkolonien, ist dieser Platz rar geworden. Denn Totholz- und Steinhaufen wirken auf viele Menschern ungepflegt. Sie haben aber den Vorteil, Unterschlupf für Igel, Spitzmäuse, Kröten und Eidechsen oder gar Wiesel zu bieten. In einem Haufen mit verrottetem Holz, macht sich schnell eine bunte Vielfalt an verschiedenen Insekten breit, die das organische Material als Nahrung benötigen und hier auch Unterschlupf finden. Diese Insekten ziehen wiederum Vögel und Igel an. Nutzinsekten wie: Ohrwürmern, kann man als Nisthilfe umgedreht aufgehängte Blumentöpfe anbieten, welche mit Holzwolle gefüllt sind. Diesen Blumentopf hängt man in Stammnähe auf, wo man Blattläuse gesichtet hat. Denn Ohrwürmer haben Blattläuse zum Fressen gern.
Klar, dass der Bio Garten auch immer einen Komposthaufen besitzt. Auch der Komposthaufen bietet der Tierwelt Nahrung und Unterschlupf. Hier verrotten auf biologische Art die Gartenabfälle. Zersetzt ergeben sie einen wertvollen Humus, der den Einsatz von Kunstdünger überflüssig macht. Zum düngen im Bio Garten, sind Mist, Guano und Hornspäne geeignet. Auch das Mulchen führt dem Boden wieder Nährstoffe zu. Ergänzend zum Kompost, kann man „Jauchen“ als Flüssigdünger einsetzen. Jauchen können auch zur Schädlingsabwehr eingesetzt werden. Jauchen stellt man aus einer Mischung aus frischem oder getrocknetem Pflanzenmaterial her, die in Regenwasser eingeweicht oder gekocht wird. Am bekanntesten ist Jauche aus Brennnesseln, die zur Schädlingsbekämpfung, aber auch zur Düngung verwendet werden kann. Aber auch viele anderen Pflanzen wie: Kamille, Ringelblume, Pfefferminze und Lavendel können verwendet werden. Im Internet und in der Literatur findet man viele Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten.
Der Boden im Bio Garten wird schonend bearbeitet. Hier gibt es kein spatentiefes Umgraben und Wenden des Bodens. Der Boden wird nur aufgelockert. Je nach Standort des Gartens werden die anzubauenden Pflanzen gewählt. Hierbei achtet man auf die Temperaturverhältnisse, Lichtverhältnisse und die Bodenbeschaffenheit. Um die geeigneten Pflanzen zu finden kann man die Tipps und Ratschläge von Gartenfachleuten, Internet und Literatur zu Hilfe nehmen.
So fördern einige Pflanzen gegenseitig ihr Wachstum. Manche Pflanzen wiederum halten Schädlinge von anderen Pflanzen fern. Darum sind Mischkulturen sehr günstig. Auch auf die Fruchtfolge ist beim Anbau zu achten.
Hügel- und Hochbeete sind seit Jahrhunderten bekannt und bieten viele Vorteile. Der Bio Gärtner kann sie einsetzen, um auf ihnen den anfallenden Kompost zu verarbeiten. Die Bearbeitung von Hochbeeten ist auch für den Rücken einfacher. Denn hier entfällt das tiefe Bücken.
Ein gut angelegter Bio Garten erfreut das Auge des Betrachters, mit einer Vielfalt an Pflanzen. Hier tanzen Schmetterlinge über Blumenwiesen und Vögel füttern ihren Nachwuchs mit Schadinsekten. Übrigens vertilgt ein Spatzenpaar im Jahr, einen Eimer mit Schadinsekten. Noch ein kleiner Gartenteich, in dem Vögel baden und trinken können, und fertig ist ein kleines Paradies für Menschen und Tiere.