Gartenmöbel

Sobald sich im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen blicken lassen und das Quecksilber nach oben steigt, beginnt sie, die Gartensaison. Für Garten- und Balkonbesitzer eine willkommene Gelegenheit, das Open Air-Wohnzimmer fit für den Sommer zu machen. Dazu gehört aber nicht nur die Bepflanzung mit Blumen, Gemüse & Co. Ein elementarer Teil der Sommerausstattung sind die Gartenmöbel. Genauso wie bei der Wahl einer Sofaecke für die Wohnung sollte man auch bei der Auswahl der Gartenmöbel gut überlegen welche Ansprüche erfüllt werden sollen.
Es gibt mittlerweile eine riesige Auswahl an Materialien in den unterschiedlichsten Möbelvarianten, wobei momentan Holzmöbel ganz hoch im Kurs stehen. Hier gibt es aber große Unterschiede in Qualität und Verarbeitung. Weichere Hölzer wie Fichte, Lärche, Kiefer und Douglasie sind günstig im Preis, allerdings sollte man sich bei einem Kauf darüber im Klaren sein, dass sie eine eher begrenzte Haltbarkeit haben. Dabei liegen Douglasie, Lärche und Kiefer mit einer Haltbarkeit von ca. 10-15 Jahren im Mittelfeld. Möbel aus Fichte, dem mit Abstand weichsten Holz, sind weniger robust, und müssen unter Umständen schon nach wenigen Jahren ausgetauscht werden wenn sie permanent Wind und Wetter ausgesetzt sind.
Der Klassiker bei den Gartenmöbeln aus Holz ist Teak. Durch seine hohe Dichte ist es sehr unempfindlich gegen Wettereinflüsse, und kann auch den Winter draußen gut überstehen. Mit der Zeit nimmt das Holz die bekannte silbergraue Patina an, die Teakmöbeln ihren Charakter verleiht. Dies kann man verhindern indem man die Möbel regelmäßig reinigt und mit Teaköl behandelt, dann behalten sie ihre Farbe und sehen auch nach Jahren noch so frisch aus wie am ersten Tag. Ähnlich robust sind auch die Tropenhölzer Mahagoni, Bangkirai und Eukalyptus und Robinie, ein europäisches Hartholz.
Bei allen Hölzern, insbesondere bei den exotischen Hölzern ist es ganz wichtig, dass sie aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen stammen. Erkennbar sind die Möbel am FSC-Siegel. Damit kann der Verbraucher sicher sein mit dem Kauf seiner Möbel nicht der Zerstörung von Urwäldern Vorschub zu leisten.
Reinigung und Pflege ist bei Holzmöbeln ganz besonders wichtig. Regelmäßig sollten die Gartenmöbel gereinigt und mit einem Holzöl oder einer Wetterschutzlasur behandelt werden.

Weniger pflegeintensiv sind Möbel aus Kunststoff, Metall oder Aluminium. Kunststoffmöbel gibt es in den verschiedensten Ausführungen und schon für wenig Geld kann man die Terrasse mit Tisch und Stühlen bestücken. Das teurere Aluminium bietet den Vorteil, dass es rostfrei und sehr leicht ist. Wenn man die Gartenmöbel regelmäßig transportieren muss, bieten sich Stücke aus Aluminium an. Es ist allerdings auch etwas anfälliger für Kratzer und Dellen ist. Nostalgisch sind Gartenmöbel aus Eisen, die meist in der verspielten verschnörkelten Variante zu haben sind. Das Material bedarf regelmäßiger Pflege, da es ansonsten rostet.
Eine ausgefallenere Variante bieten Gartenmöbel aus Korb, die aber nicht wetterbeständig sind. Mittlerweile gibt es aber auch Kunststoffmöbel, die Rattan täuschend ähnlich sehen, und wetterunempfindlicher sind.

Hat man sich für ein Material entschieden, steht man vor der Frage welche Möbelstücke es denn sein sollen. Ausschlaggebend ist da natürlich auch der vorhandene Platz. Tische und Stühle sollten klappbar beziehungsweise stapelbar sein, damit sie in Keller oder Garage einen Platz zum Überwintern finden. Praktisch ist auch ein Tisch mit Verlängerung, dann steht einer großen Grillrunde nichts mehr im Wege. Stühle kann man dabei nie genug haben. Der klassische einfache Gartenstuhl lässt sich stapeln, Kombimodelle mit klappbarer Rückenlehne verbinden Sitz- und Liegekomfort.
Wenn man sich ganz dem Sonnenanbeten hingeben möchte, bietet sich eine Liege oder die klassisch elegante Variante, der Deckchair, an. Dabei sind Modelle mit Rollen von Vorteil, die es erlauben, einfach und ohne große Anstrengung den Platz zu wechseln.

Für außergewöhnliche Gemütlichkeit im eigenen Garten bieten sich Hängematten, Strandkörbe oder die klassische Hollywoodschaukel an. Hängematten oder das weniger ausladende Modell, den Hängesessel, gibt es direkt mit Gestell. Natürlich ist die Variante unterm Apfelbaum eindeutig romantischer. Hollywoodschaukeln sind ein Spaß für die ganze Familie. Nicht nur die Kinder genießen das sanfte Wiegen. Und auch bei Regen lässt es sich gut beschirmt schaukeln. Apropos Schirm. Ein Sonnenschirm darf auf keiner Terrasse fehlen. Wenn die Sonne knallt, schützt ein Schirm, eine Markise oder - wenn größere Flächen beschattet werden sollen - ein Sonnensegel. Hier lohnt es sich etwas mehr zu investieren, denn der Sonnenschirm muss nicht nur der Sonne sondern auch so manchem Windstoss standhalten.